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Finale – woohohoh




Döbelner Anzeiger, 24.02.2015

Von Dirk Westphal

Die Neudorf/Döbelner feiern ihren größten Erfolg seit 2003. Am 2. Mai stehen sie zu Hause im Endspiel des Sachsenpokals.

Es ist vollbracht! Die Sachsenligahandballer der HSG Neudorf/Döbeln sind mit einem 23:22 (11:11)-Sieg bei Koweg Görlitz II ins Finale des Sachsenpokals eingezogen. Und feierten die Mittelsachsen ihre beiden Pokalsiege 2001 und 2003 in Rietzschen und Flöha, so haben sie am 2. Mai gegen den TSV 1862 Radeburg die Chance, den größten sportlichen Erfolg seit dieser Zeit zu Hause zu erreichen.

Finale - woohohoh! So schallte es am Sonnabendabend durch die Görlitzer Jahn-Sport-Halle. Aber nicht die Fans des Gastgebers stimmten diesen Gesang an, sondern die gut 100 mitgereisten Neudorf/Döbelner Schlachtenbummler, die ihre Mannschaft frenetisch unterstützten. Das hatte die mittelsächsische Truppe, bei der Kapitän Thomas Händler krankheitsbedingt fehlte, Mitte der ersten Halbzeit auch dringend nötig. Die mit dem Großteil der ersten Vertretung antretenden Görlitzer zogen, nachdem sechs Minuten überhaupt kein Tor gefallen war, auf 6:1 davon. Fehlwürfe der sonst sicheren Alexander Bairich und Steve Böttger ließen die Gastgeber entschwinden. Christoph Halwaß verhinderte in dieser Phase mit tollen Paraden einen noch größeren Rückstand. Sebastian Blech war es dann, der mit zwei verwandelten Abprallern für Hoffnung sorgte. Und als Tobias Rudolph seine Chancen eiskalt nutzte, war in der 27. Minute der Ausgleich geschafft, der beim 11:11-Pausenstand immer noch Bestand hatte.

Im zweiten Abschnitt mussten die Gäste beim 13:12 ihren letzten Rückstand hinnehmen. Sie kamen immer besser in die umkämpfte Partie und fanden sich besser mit der konsequenten Linie der Schiedsrichter ab, als die Gastgeber, die ohne Unterlass Entscheidungen monierten. Zwar entwickelte sich auch weiterhin kein flüssiges Spiel, doch bei den Neudorf/Döbelnern kehrte, nun mit einem stark haltenden Enrico Scheunert im Tor, das Selbstvertrauen zurück. So legten sie immer vor, ohne sich aber entscheidend absetzen zu können. Als Steve Böttger in der 50. Minute beim Stand von 19:20 einen Siebenmeter vergab, bestand die Gefahr, dass die Partie kippt. Doch auch in dieser Phase gab es einige glückliche Momente für die Mittelsachsen, und als Tobias Rudolph in der Schlussminute den Treffer zum 21:23 besorgte, wart die Entscheidung praktisch gefallen. Zwar gelang den Görlitzern noch einmal der Anschlusstreffer, doch die verbleibenden 50 Sekunden spielen die Neudorf/Döbelner clever herunter. Der Rest war Jubel einer Mannschaft, die über zehn Jahre warten musste, um das Finale „doorheeeme“ zu erreichen, denn seitdem werden die Endspiele in der heimischen Stadtsporthalle ausgetragen. „Insgesamt ein verdienter Sieg, auch wenn es bis zum Ende eng blieb“, sagte Trainer Marcus Uhlig, und weiter zum Finale gegen Radeburg: „Finals spielt man nicht, Finals gewinnt man! An diesem Tag muss uns zu Hause erst mal jemand schlagen.“

Koweg Görlitz II - HSG Neudorf/Döbeln 22:23 (11:11)

Neudorf/Döbeln: Halwaß, Scheunert, Brabant, Winkler (3), Böttger (4/2), Bairich (2), Schulz (2), Schumann, Blech (4), Rudolph (7), Perge, Morgner. SR: Lippmann/Ritter (Weißenborn/Heidenau) Zu: 300.





Interview
„Das ist das Allergeilste!“

Tobias Rudolph hat die HSG mit seinen Toren wieder ins Spiel gebracht. Der DA sprach nach Spielschluss mit ihm.

Tobias Rudolph, die HSG Neudorf/Döbeln steht im Sachsenpokalfinale, was bedeutet das für Sie?

Das ist das Allergeilste was ich bislang in meiner Karriere erlebt habe. Schon das Halbfinale war Wahnsinn, einfach unglaublich.

Was waren Ihre Gedanken, als es in der Anfangsphase 1:6 aus HSG-Sicht stand?

Wir brauchen das, glaube ich, die ersten zehn, 15 Minuten zu verschlafen. Dann legen wir richtig los. Die Nervosität hat am Anfang sicher mit Ausschlag gegeben, doch dann kamen wir immer besser ins Spiel und was rausgekommen ist, sieht man ja am Endresultat.

Ihre Tore haben die Wende eingeleitet, war es insgesamt Ihr bislang bestes Spiel für die HSG Neudorf/Döbeln?

Ja, das würde ich sagen und ich hoffe, dass davon noch ganz, ganz viele folgen werden.

Es ist ja die Ihre erste Saison für die HSG, haben Sie bei ihren vorherigen Vereinen schon einmal eine solche Stimmung erlebt?

Nein, in meiner ganzen Karriere habe ich solch ein Flair noch nie erlebt, noch nie!

Am 2. Mai kommt es nun zum Finale gegen Radeburg, wie schätzen Sie die Chancen ein?

Wenn wir genau so weiterspielen, rechne ich uns schon Chancen auf den Pokal aus. Wir haben ja auch den Heimvorteil, da haben wir das ganze Publikum hinter uns. Und ich denke, auch das Endspiel werden wir gut meistern.



ES fragte: Dirk Westphal



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